Informationen über "Dieses und Jenes"

Strandgut hat viele Gesichter. Hier die Geschichte einer Flaschenpost, die ein damals 5jähriger in der Ostsee auf die Reise schickte und die nach 24 Jahren gefunden wurde...

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Ein ganz besonderes Strandgut: Wattenmeer gibt mehrere Wracks frei...

Süderoogsand ist der größte und südlichste der drei nordfriesischen Außensände. Gro0e Sandwanderungen haben jetzt einige Wracks frei gelegt...

In der SHZ gelesen...

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Niederländische Nordseeinseln: Raubzug auf der Sandbank

Weltraumschrott, Fernseher, Rettungsringe: Die stürmische Nordsee spült allerhand merkwürdige Fundstücke an die niederländischen Strände. Moderne Strandräuber warten nur darauf. Ihre Beute landet in außergewöhnlichen Museen - und manchmal auf dem Schwarzmarkt.

Im "Spiegel" gelesen...

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18.03.2013 - Clean Energie Projekt meldet:

Politik - Ist ein Ende des Plastikzeitalters in Sichtweite?

Spätestens seit dem Film „Plastic Planet“ ist klar: So kann es nicht mehr weiter gehen. Viel zu viel Öl wird für die Produktion von Plastik verwendet, viel zu viel Plastik gelangt in Umlauf, viel zu viel davon wird nur kurze Zeit genutzt und wiederum viel zu viel davon landet in den Meeren der Erde, von dort in den Körpern der Meerestiere und schließlich auch im Menschen. Nun mehren sich die Zeichen, dass auch von politischer Seite das Problem erkannt wurde und etwas dagegen unternommen wird.

Mehr dazu hier...

18. Dezember 2012 bis 31. März 2013

Endstation Meer? Das Plastikmüll-Projekt

Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg zeigt die Ausstellung „Endstation Meer? Das Plastikmüll-Projekt“ des

Museums für Gestaltung Zürich

. Hamburg ist die erste Station der internationalen Wanderausstellung, die im Anschluss zunächst in Finnland und Dänemark zu sehen ist. Das Projekt und die Tournee werden finanziert von der

Drosos Stiftung

. Die Hamburger Station wird ermöglicht durch die großzügige Unterstützung des Projektpartners

Michael Otto Stiftung für Umweltschutz

. Die Ausstellung wirft einen kritischen Blick auf die Konsum- und Wegwerfgesellschaft. Im Mittelpunkt stehen die gigantischen Mengen Plastikmüll, die täglich in die Meere gelangen, die Folgen der Verschmutzung für die Natur und den Menschen sowie verschiedene Lösungsansätze für dieses globale Problem. Das Zentrum der Ausstellung bildet ein gigantischer Berg aus Plastikmüll, der aus drei Weltmeeren zusammengetragen wurde. Nach der Neueinrichtung der Dauerausstellung Design richtet das MKG nun den Fokus auf die Hintergründe und die Folgen der Design- und Produktionsgesellschaft, auf die negativen Seiten von Massenkonsum und von der vermeintlich endlosen Verfügbarkeit der Dinge. Die Hafenmetropole Hamburg, deren Hauptwirtschaftsfaktor der Seehandel ist, zeigt sich als Standort geradezu prädestiniert. Darüber hinaus stammt ein großer Teil des in der Ausstellung gezeigten Müllbergs von der beliebten Urlaubsinsel Fehmarn in der Ostsee.
A

bb.: Plastikmüll am Strand, Papahanaumokuakea Marine National Monument, 2006,
© Paulo Maurin/NOAA

Die Ausstellung bietet mit Filmen, Fotografien, Zeichnungen, Objekten, Installationen, Cartoons und Konsumartikeln Einblick in das Problem Plastik und klärt auf über zahlreiche Sachverhalte und Zusammenhänge. Begleitet wird die Ausstellung durch ein umfangreiches Vermittlungsprogramm für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Workshops, Diskussionsforen mit Wissenschaftlern, Designern, Produzenten und Umweltschützern sollen zum bewussteren Handeln anregen und für das Thema Plastik sensibilisieren. Weitere Informationen bietet die Homepage

www.plasticgarbageproject.org

. Auf

www.facebook.com/PlasticGarbageProject

können Besucher und Interessierte mitdiskutieren. Die Hamburger Station wird unterstützt von der

Lighthouse Foundation

,

Hamburg Wasser

und der

Stadtreinigung Hamburg

.

http://www.mkg-hamburg.de/de/ausstellungen/aktuell/endstation-meer.html

Danke für den Tipp in www.dasmagazin.de

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Danke auch an Carola Vaartjes, die ihre Meinung und ein Bild über ihre persönliche Aktivität geschickt hat. Sie schreibt:

"Im Sommer gehe ich immer wieder mit Sammeltaschen durch's Revier und lese den ganzen Plastikmüll vom Strand auf (man kann dabei sogar mal eine Flaschenpost finden!).
Man glaubt ja nicht, was da zusammen kommt - oder doch, wenn man sich die Austellung "Plastic Garbage Project" in Hamburg und Zürich anschaut.... :-(
Für mich, die schon als Kind gelernt hat, dass man seinen Müll nicht einfach in die Gegend schmeisst, ist es unbegreiflich, dass so viele Menschen sich darüber überhaupt keine Gedanken machen!

Ich war auch sprachlos, als ich zum ersten mal auf der schönen Insel Teneriffa war oder in der Türkei am Strand und überall massenhaft Müll herumliegen sah! SEHEN denn die Menschen es nicht, wie sie ihre schöne Landschaft und Natur verschandeln? Ist ihr Verhältnis zur Erde, zur Natur so disstanziert, so unbedacht, so gleichgültig??? Gut, dass es andere gibt, die alles daran setzen, diese Misstände auf zu decken und zu versuchen, die Gesinnung der Menschen in dieser Hinsicht wach zu rütteln - bevor es zu spät ist..."

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Auf 100 Metern Strand liegen durchschnittlich 92 Müllteile...
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Recycling-Schiffe: DBU fördert Machbarkeitsstudie zum umweltverträglichen Entsorgen von Müll

Quelle:
Ob Plastik, Kleider oder Metallschrott – über 100 Millionen Tonnen Müll befinden sich in den Weltmeeren.

Doch nicht immer gelangt er mutwillig in die Ozeane. „Besonders auf kleinen touristisch genutzten Inseln, die über keine Recyclinganlagen verfügen, ist das sachgerechte Entsorgen von Müll schwierig. Häufig wird er auf ungeeigneten Flächen gelagert, verbrannt oder kommt über Flüsse ins Meer“, so Franz-Georg Elpers, Pressesprecher der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). In einer Studie des Kieler Ingenieurunternehmens Dipl.-Ing. Dirk Lindenau Maritime Engineering & Projecting soll ermittelt werden, wie Abfall nachhaltig auf speziellen „Recycling-Schiffen“ erfasst, behandelt und verwertet werden kann. Elpers: „Stellt sich das als machbar heraus, soll ein speziell unter ökologischen Aspekten umgebautes Abfall-Recycling-Schiff, das auch zur Versorgung der Insel dient, auch praktisch Müll sammeln, sortieren und recyceln.“ Die DBU fördert mit knapp 170.000 Euro.
Quelle: Maritim heute

Viele kleine Inselstaaten besitzen keine Recyclinganlagen

Das Verschmutzen der Meere und Strände mit Abfall ziehe ökologische, soziale und ökonomische Folgen nach sich, betont Elpers: „Schildkröten, Fische oder Vögel verenden durch Plastikmüll. Gifte, die sich in Fischen anreichern, gefährden bei Verzehr wiederum die Gesundheit der Menschen. Und auch die Kosten für das Reinigen von Stränden in Tourismus-Gebieten sind erheblich.“ Viele kleine Inselstaaten seien wirtschaftlich auf einen nachhaltigen Tourismus angewiesen, verfügten jedoch nicht über Recyclinganlagen, um den aufkommenden Müll zu beseitigen. Eine kostengünstige und wirksame Lösung sei der Einsatz von Schiffen mit entsprechender Technik, die sowohl der Umwelt als auch der wirtschaftlichen Entwicklung zugutekämen.

Vor Einsatz eines “Recycling-Schiffs” Machbarkeit prüfen

Bevor jedoch ein spezielles „Recycling-Schiff“ – etwa für die Malediven, Kapverden, in der kroatischen Adria oder im Ägäischen Meer – zum Einsatz komme, müsse die Machbarkeit geprüft werden, sagt Geschäftsführer Lindenau. „Wir machen uns zunächst ein Bild davon, wie Abfall in den entsprechenden Regionen entsorgt wird. Wo und wie wird der Müll gelagert? Gibt es eine sinnvolle Transportlogistik? Um den Wert von Sekundärrohstoffen, die durch Recycling gewonnen werden, zu ermitteln, wird eine Marktanalyse angestrebt.“ Gleichermaßen müssten die Investitions- und Betriebskosten abgeschätzt werden. Zudem solle erforscht werden, welche Eigenschaften das Spezial-Schiff haben muss, um den Müll zu sammeln, zu transportieren, zu sortieren und zu recyceln. Die Gesellschaft zur Verwertung organischer Abfälle aus Minden und die Technische Universität Braunschweig unterstützen das Projekt gemeinsam mit dem Schiffbauprofessor Andreas Meyer-Bohe aus Kiel.

Mit Spezial-Schiff auch Lebensmittel und Wasser auf Inseln liefern

Auf Basis der Studienergebnisse solle dann ein geeignetes Frachtschiff entsprechend umgebaut werden. „Das ist nachhaltig und kostengünstiger als der komplette Neubau“, erläutert DBU-Experte Dr.-Ing. Jörg Lefèvre.Zum einen muss es sich für einen Transport von 1.000 bis 10.000 Tonnen Müll eignen. Zum anderen muss es Platz für die Verwertungsanlagen bieten. Um die Umwelt nicht zusätzlich zu belasten, soll das Schiff durch das Vergären der biologischen Abfälle Methan zum Teil für das Erzeugen von Energie verwenden. Zudem soll damit eine Anlage zum Aufbereiten von Trinkwasser betrieben werden.“ Das Schiff solle außerdem nicht nur Müll abtransportieren, verwerten und dem Wirtschaftskreislauf als Rohstoff wieder zur Verfügung stellen, sondern auch Waren wie zum Beispiel Lebensmittel und Wasser auf die Inseln liefern.

Studie der DBU soll sich mit Sammeln von Müll auf dem Meer befassen

Neben den Voruntersuchungen gebe die DBU eine weitere Studie in Auftrag, so Elpers. Diese solle sich mit dem Stand und den Möglichkeiten eines ökonomisch und ökologisch sinnvollen Sammelns von Müll auf den Weltmeeren befassen. Ebenso soll herausgearbeitet werden, wie unkontrollierte Müllemissionen aus Küstenregionen, insbesondere Inseln, in die Meere vermieden werden können.

Quelle: Maritim heute - 13.10.2012
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Auch so etwas ist möglich:
Was muss das für eine Sturm mit was für Wellen gewesen sein, der dieses Stück Treibholz an der Strand gespült hat?!

PS.: Das Bild wurde auf facebook eingestellt. Leider gab es keine Information zur Quelle des Fotos. Sollten Informationen möglich sein, bitte an info@drift-wood-art.de

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Urlaub machen mit "Treibholz"...
Besuchen Sie das Ferienhaus "Treibholz"
in Prerow auf dem schönen Darß...

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Eine Anfrage der PREUSS MESSE Baugesellschaft mbH nach Treibholz hat die Idee gebracht, interessante Informationen zum Treibholz und anderem Strandgut aus dem Internet hier einmal zusammen zu stellen...
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Treibgut kann auch bei der Entwicklung der Tierarten eine Rolle gespielt haben, wie Forscher jetzt festgestellt haben:

Auf Treibgut über den Atlantik - Neue Fossilfunde werfen Licht auf den Ursprung des Vogels Hoatzins

Frankfurt, den 04. Oktober 2011. Ein Team aus deutschen, brasilianischen, und französischen Wissenschaftlern, darunter ein Ornithologe des Senckenberg Forschungsinstitutes Frankfurt, hat fossile Verwandte des südamerikanischen Hoatzins (Opisthocomus hoazin) untersucht, die auf einen afrikanischen Ursprung des rätselhaften Vogels hinweisen. Die zugehörige Studie ist heute im Fachjournal „Naturwissenschaften" erschienen. Der Hoatzin ist ein schräger Vogel: Nur schlecht flugfähig, die Jungvögel mit krallenbewehrten Flügeln ausgestattet, lebt er in der Ufervegetation der Amazonas- und Orinokobecken in Südamerika.
Der südamerikanische Hoatzin (Opisthocomus hoazin) © Edson Endrigo
Besonders ungewöhnlich für einen Vogel ist seine rein vegetarische Ernährungsweise. Die Verdauung findet nicht nur im Magen, sondern vor allem in einem enorm vergrößerten Kropf statt, in dem sich Bakterien an der Zersetzung der Nahrung beteiligen. Das Verdauungssystem des Hoatzins erinnert so stark an das eines wiederkäuenden Säugetiers. Aber nicht nur die Anatomie des Vogels ist ungewöhnlich, auch seine Verwandtschaft ist bisher ungeklärt. Seit seiner wissenschaftlichen Beschreibung im Jahre 1776 wurde der Hoatzin wechselweise in die Nähe von Hühnervögeln, Kuckucken oder den afrikanischen Turakos gestellt. Eine Verwandtschaft zu diesen Gruppen konnte aber bisher nicht überzeugend begründet werden. Deshalb wird der Vogel meist einer eigenen Familie und Ordnung zugeordnet. Der evolutionäre Ursprung der Hoatzine war bislang unbekannt, und außer einigen sehr fragmentarischen Resten gab es keine Fossilreste. Ein Team aus deutschen, brasilianischen, und französischen Forschern, darunter der Ornithologe Gerald Mayr vom Senckenberg Forschungsinstitut, hat nun nicht nur den frühesten bekannten Fossilfund der rätselhaften Vogelgruppe beschrieben, sondern auch den ersten Nachweis außerhalb Südamerikas erbracht. Etwa 23 Millionen Jahre alte Oberarm- und Schultergürtelknochen von einer Fundstelle in Südostbrasilien, die im Museu de História Natural de Taubaté in Brasilien aufbewahrt werden, stellen den ältesten Fossilfund eines Hoatzins dar. Die große Ähnlichkeit zwischen den Fossilien und den entsprechenden Knochen des heutigen Hoatzins legen nahe, dass die Vögel bereits sehr früh ihre ungewöhnliche Nahrungsbiologie entwickelten. Neben den brasilianischen Funden untersuchten die Forscher auch 17 Millionen Jahre alte Knochen aus Namibia, welche überraschende Erkenntnisse zur früheren geographischen Verbreitung der Hoatzine offenbarten. Die vor wenigen Jahren als Namibiavis senutae beschriebenen afrikanischen Fossilfunde wurden bisher einer ausgestorbenen Familie der Kranichvögel zugeordnet. „Diese Zuordnung kann allerdings nicht aufrecht erhalten werden, denn die Funde weisen charakteristische Knochenmerkmale von Hoatzinen auf“ erläutert Gerald Mayr. Wenn sich auf verschiedenen Kontinenten verwandte Tiergruppen finden, lässt sich das grundsätzlich mit zwei Mechanismen erklären: Die Kontinente standen zu früheren Zeiten über eine Landverbindung in Kontakt, oder die Ausbreitung fand direkt über das Wasser hinweg statt. Afrika und Südamerika waren zwar Teil eines ehemaligen Superkontinentes namens Gondwana, aber dieser war vor 20 Millionen Jahren schon lange

auseinandergebrochen und die beiden Kontinente durch den Atlantik getrennt. Hoatzine mussten also irgendwann den offenen Ozean überqueren, um von einem Kontinent zum anderen zu gelangen.

Aber wie überquert ein Vogel, der nur ein äußerst schlechter Langstreckenflieger ist, ein über 1.000 Kilometer breites Meer?

Selbst wenn die Flugfähigkeit des Hoatzin-Vorfahren besser gewesen wäre, ist es höchst unwahrscheinlich, dass er diese Entfernung im Flug bewältigen konnte. Gerald Mayr und seine Kollegen aus Brasilien und Frankreich haben hierfür eine für Vögel eher unerwartete

Erklärung: „Wir nehmen an, dass der Vogel den Atlantik auf einer schwimmenden Treibgutinsel überquert hat.“

Von einigen Primaten, Nagetieren und Eidechsen ist diese Reisevariante auf Treibgut aus Pflanzenmaterial bereits bekannt, für Vögel wäre es der erste Nachweis. Aufgrund der känozoischen Meeresströmungen und Windrichtungen war eine Reise über den Atlantik nur in westliche Richtung wahrscheinlich. Die Wissenschaftler nehmen daher an, dass der „rätselhafteste Vogel Südamerikas“ seinen Ursprung außerhalb Südamerikas hatte und von Afrika dorthin gelangte.

Publikation: Out of Africa: Fossils shed light on the origin of the Hoatzin, an iconic Neotropic bird, Naturwissenschaften, DOI: 10.1007/s00114-011-0849-1

Kontakt: Dr. Gerald Mayr Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt Sektion Ornithologie
Tel.: 069- 7542 1348 Fax: 069- 746238
E-Mail: Gerald.Mayr@senckenberg.de

Pressestelle Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Judith Jördens Tel.: 069- 7542 1434 Fax: 069- 7542 1517
E-Mail: judith.joerdens@senckenberg.de
Die Erforschung von Lebensformen in ihrer Vielfalt und ihren Ökosystemen, Klimaforschung und Geologie, die Suche nach vergangenem Leben und letztlich das Verständnis des gesamten Systems Erde-Leben – dafür arbeitet die SENCKENBERG Gesellschaft für Naturforschung. Ausstellungen und Museen sind die Schaufenster der Naturforschung, durch die Senckenberg aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse mit den Menschen teilt und Einblick in vergangene Zeitalter sowie die Vielfalt der Natur vermittelt. Mehr Informationen unter www.senckenberg.de.
Weitere Informationen: http://www.senckenberg.de/presse
Link zur Pressemitteilung
http://www.springerlink.com/content/hwv652p034742t43/ Link zur Publikation
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Strandwanderer und Sammler werden auch diese schlechte Erfahrung gemacht haben: Zunehmende Mengen an Plasteabfällen... bis hin zu feinsten Partikeln im Sand...

Aus der Waschmaschine - in den Fisch - in den Magen
(Quelle WDR 5 - Leonardo - 31.01.2012)

Winzig kleine Fasern aus Textilien belasten die Nahrungskette im Meer

Moderation: Franz-Josef Hansel

Plastikmüll am Spülsaum, das ist leider inzwischen an fast allen Stränden der Welt Alltag. Es sei denn, es kommen früh morgens ein paar fleißige Menschen, die das ganze Zeug weg räumen, bevor die ersten Touristen auftauchen. Aber noch schlimmer als alte Wasserflaschen oder Tüten sind die Dinge, die man nicht sieht. So ein schöner Sandstrand besteht nämlich heutzutage leider nicht mehr nur aus Sand. Sondern ist durchsetzt mit winzig kleinen Plastikteilen. Ein internationales Forscherteam unter der Leitung des Iren Mark Browne hat den Sand gesammelt. Die Proben von 18 Stränden auf sechs Kontinenten wurden im Labor untersucht. Leonardo stellt die Ergebnisse dieser interessanten Spurensuche vor.

Autor/in:

Gespräch mit Lars Westermann, Wissenschaftsjournalist

Redaktion:

Detlef Reepen

Plastikmüll im Meer

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Effektive Strategien nötig: Zwei Drittel des Meeresmülls ist Plastik

Dessau-Roßlau - Ölkatastrophen wie im Golf von Mexiko vergiften Meeresregionen auf Jahrzehnte hin. Auch andere Stoffe belasten die Meere dauerhaft. Tonnenweise lagern sich Plastiktüten, Styroporreste oder alte Fischernetze ab. Allein in der Nordsee befinden sich schätzungsweise 600.000 Kubikmeter Müll auf und im Meeresboden. Der Großteil der Nordsee-Abfälle stammt von Schiffen und aus der Fischerei, und er gelangt auch durch Flüsse und den Tourismus in die Meere. Viele Meereslebewesen werden direkt gefährdet. „Es ist höchste Zeit, endlich effektive Strategien gegen den Meeresmüll zu entwickeln“, fordert Jochen Flasbarth, der Präsident des Umweltbundesamt, anlässlich des Europäischen Tages der Meere am 20. Mai 2010. Mehr als Zweidrittel des Meeresmülls besteht aus Plastik. Dieser ist für die Ökosysteme besonders gravierend, denn für viele Meerestierarten ist er lebensbedrohlich. Zum Beispiel für Meeresschildkröten, die an Plastiktüten ersticken können. Sie nehmen die Tüten als Nahrung auf, da sie diese mit Quallen – ihrer Lieblingsspeise – verwechseln. Auch Eissturmvögel halten die kleinen Plastikstücke für Nahrung. Die Teilchen verbleiben dann im Magen und suggerieren ein dauerhaftes Sättigungsgefühl. Die Kondition und Fitness der Tiere wird dadurch signifikant beeinträchtigt oder führt zum Verhungern. Verschärfend hinzu kommt die lange Abbauzeit von Plastik-Kunststoffen, die bis zu 450 Jahre beträgt Hohe Folgekosten Neben den ökologischen Folgen verursachen die Meeresabfälle handfeste Kosten. Allein bei der Reinigung des fast sieben Kilometer langen Westerländer Badestrands auf Sylt fallen täglich bis zu zwei Tonnen Müll an, das entspricht jährlich circa 23 000 Müllsäcken. In Ostholstein entstehen jährlich Kosten zwischen 750 000 und 1,2 Millionen Euro. Obwohl in vielen Häfen bereits Auffanganlagen für Schiffsmüll existieren, geht die Abfallmenge nicht signifikant zurück. Das liegt auch an den Entsorgungskosten. Die Abnahme ist nicht immer kostenfrei: Die Preise dafür schwanken von Hafen zu Hafen. Müll im Meer überwachen Die neue EG Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie fordert von den Mitgliedsstaaten, das Abfallvorkommen in ihren Meeresregionen zu bewerten und die Einträge dahingehend zu regulieren, dass 2020 ein guter Umweltzustand der Meeresökosysteme hergestellt ist. Jochen Flasbarth: „Erfolge zeitigen kann die Richtlinie allerdings nur, wenn sie jetzt konsequent umgesetzt wird. Die Müllvermeidung muss dabei im Vordergrund stehen. Müll sammeln, hilft nur wenig.“ Das UBA beschäftigt sich darum intensiv mit der Erarbeitung von Strategien, um das Problem Meeresmüll quantifizierbar zu machen und weitere Einträge von Abfällen in die Meeresumwelt zu vermeiden.

Das Hintergrundpapier „Abfälle im Meer - ein gravierendes ökologisches, ökonomisches und ästhetisches Problem“ steht zum kostenlosen Download zur Verfügung unter

www.umweltbundesamt.de

Quelle: Umweltbundesamt

01.06.2010

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Umweltschützer in Sydney gelandet

Per Plastiki über den Pazifik

Der Umweltschützer David de Rothschild hat es geschafft: auf mehr als 12.500 Plastikflaschen überquerte er den Pazifik. Nach vier Monaten erreichte er wohlbehalten den Hafen von Sydney.

Nach vier Monaten und rund 15.000 Kilometern ist das Plastikboot „Plastiki“ des britischen Umweltschützers David de Rothschild wohlbehalten im Hafen von Sydney gelandet. Am 20. März waren er und seine fünfköpfige Crew in San Francisco in See gestochen. Mit der Überquerung des Pazifischen Ozeans wollten sie für den bewussteren Umgang mit Plastikmüll werben. Hunderte Schaulustige begrüßten die Pazifik-Überquerer in der australischen Hafenstadt.

Mehr als 12.500 Plastikflaschen

Die „Plastiki“ ist komplett aus mehr als 12.500 recycleten Plastikflaschen gebaut. Zusammengefügt wurden sie mit einem umweltfreundlichen Kleber aus Zucker und Cashew-Nüssen. In Anlehnung an das Floß Kon-Tiki, mit dem der Norweger Thor Heyerdahl 1947 den Pazifik überquerte, erhielt der Katamaran den Namen „Plastiki“.
Quelle Earth First

Eng und spartanisch ging es für die Besatzung auf dem 18 Meter langen Katamaran zu: Sie teilten sich auf der Reise eine nur 27 Quadratmeter große Kajüte und duschten mit Salzwasser. Trinkwasser gab es an Bord nicht, die Crew mussste ihren Urin aufbereiten, um sich zu versorgen. Strom gewannen die Expeditionsteilnehmer aus Solarzellen, Windturbinen und mit Fahrrädern betriebenen Generatoren.

Blogs live von Bord

David de Rothschild stammt aus der berühmten gleichnamigen Bankiersfamilie. Seit jeher setzt er sich stark für den Umweltschutz ein. Während der Reise berichtete er via Internetblogs und dem Kurznachrichtendienst Twitter über die Ereignisse an Bord.

Weitere Informationen unter www.theplastiki.com

gefunden in der Frankfurter Rundschau am 29.07.2010

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Premiere des Films „Plastic Planet“

Deponie Meer: 6,4 Millionen Tonnen Kunststoffabfälle jährlich

Berlin - 6,4 Millionen Tonnen Kunststoffabfälle landen jedes Jahr in den Weltmeeren. Die Politik hat dieses Problem bisher vernachlässigt. Das war auch ein Anlass für den Wiener Regisseur Werner Boote, unserer Welt aus Plastik mit einem aufrüttelnden Dokumentarfilm auf den Grund zu gehen. „Plastic Planet“ lief am 25. Februar in den deutschen Kinos an. Der NABU unterstützt den Film als Umweltpartner für den Meeresschutz sowie für die Abfall- und Kreislaufwirtschaft.

„Unsere Meere sind nicht nur überfischt, sondern auch zunehmend vermüllt. Dieser Schaden ist oftmals irreparabel. Politiker dürfen nicht weiter wegschauen, sondern müssen das Problem so schnell wie möglich auf Bundes- wie auf Europaebene angehen“, kritisierte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

Hunderttausende Meerestiere verenden jedes Jahr an den Folgen der Plastikabfälle. Betroffen sind Seevögel und Meeressäuger, aber auch Schildkröten und Fische. Die Tiere verfangen sich in alten Fischernetzen und ertrinken qualvoll oder sie verwechseln Plastik mit Nahrung. Allein die Nordsee wird jährlich mit mehr als 20.000 Tonnen Abfällen belastet.

Hauptverantwortlich dafür sind einem jüngst veröffentlichten Bericht des Umweltbundesamtes zufolge die kommerzielle Schifffahrt und die Fischerei. „Was wir an den Küsten und auf dem Wasser sehen, ist nur die Spitze des Eisbergs. Mehr als 70 Prozent des Mülls sinkt zum Meeresboden und bleibt unseren Augen verborgen“, sagte NABU-Meeresexperte Kim Detloff.

Der NABU setzt sich bereits seit Jahren für Abfallvermeidung, nachhaltige Ressourcennutzung und mehr Recycling ein. „Indem wir unserer Konsum- und Wegwerfverhalten ändern und Müll vermeiden, können wir dazu beitragen die faszinierende Meereswelt zu erhalten“, erklärte Detloff.

Aber auch politische Maßnahmen seien nötig. Zwar habe die im Juni 2008 veröffentlichte EU-Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie zusätzliche Möglichkeiten zum Schutz der Meere geschaffen, diese müssten aber auch rechtsverbindlich verankert werden. „Um wirklich Erfolge zu erzielen, muss die Abfallrückgabe am Hafen in Zukunft kostenfrei sein und illegale Entsorgung darf nicht mehr als Kavaliersdelikt gelten. Wir brauchen mehr Kontrollen auf See und härtere Strafen bei Verstößen“, forderte Detloff.

Die Berlin-Premiere des Films „Plastic Planet“ mit zahlreichen Gästen aus Politik und Wirtschaft und anschließender Diskussion mit dem Regisseur Werner Boote sowie Umweltexperten fand am Mittwoch, 24.Februar, um 19.30 Uhr im Filmtheater am Friedrichshain statt. Weitere Termine der Kinotour mit Publikumsgesprächen können im Internet unter plastic-planet.de abgerufen werden.

Quelle: NABU - Naturschutzbund Deutschland
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Artikel vom: 24.02.2010 13:02 Quelle: Newsletter Sekundärrohstoffe

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"Vac from the Sea": Maritimer Plastikabfall zu Staubsaugern recycelt

Nürnberg - Auf dem pazifischen Ozean schwimmt die größte Plastikinsel weltweit. Auf einer riesigen Fläche der Größe Zentraleuropas bedecken beispielsweise ausgediente Plastiktüten, Shampooflaschen und Zahnbürsten die Wasseroberfläche. Und auch im Indischen Ozean, Atlantik, Mittelmeer sowie in Nord- und Ostsee haben sich Unmengen an Plastikabfall angesammelt. Im Rahmen seiner globalen Initiative “Vac from the Sea“ will Electrolux jetzt etwas gegen das Problem der Meeresverschmutzung tun.
Grafik: Electrolux
Staubsauger aus dem Meer

Zusammen mit Experten und freiwilligen Helfern wird der Hausgerätehersteller den wertvollen Rohstoff bergen, durch Recycling aufbereiten und zur Produktion einer limitierten Edition von Staubsaugern nutzen. Mit der Aktion will das Unternehmen die Entwicklung des Kunststoffrecyclings und die Produktion nachhaltiger Hausgeräte vorantreiben. Zudem sollen Entscheidungsträger und Verbraucher auf das Problem der Meeresverschmutzung durch Plastikabfälle aufmerksam gemacht werden.

„Wir tragen alle Verantwortung für unsere Umwelt. Dieses Thema ist viel zu wichtig, um es allein der Politik zu überlassen. Unternehmen und Verbraucher sind gleichermaßen in der Pflicht. Als einer der weltweit größten Hersteller von Haushaltsgeräten beliefern wir Millionen von Kunden mit Geräten aus Kunststoff. Wir nehmen unsere Verantwortung daher auch als Chance wahr, das Bewusstsein für Nachhaltigkeit zu schärfen und Verbraucherentscheidungen positiv zu beeinflussen“, so Cecilia Nord, Vice President, Floor Care Environmental & Sustainability Affairs, Electrolux.

Hohe Nachfrage, knapper Rohstoff

Bereits seit Jahren produziert Electrolux Hausgeräte aus recycelten Rohstoffen. „Unseren Ingenieuren ist es bereits gelungen, die Staubsauger unserer Green-Produktreihe zu 70 Prozent aus aufbereitetem Plastik herzustellen. Langfristig gesehen streben wir aber natürlich einen Anteil von 100 Prozent für alle Produktreihen an“, sagt Jonas Magnusson, Product Marketing Manager bei Electrolux. Haupthindernis bei der Erhöhung des Anteils an recyceltem Rohmaterial für die Produktion neuer Gebrauchsgegenstände war bislang die weltweit knappe Verfügbarkeit des Materials. Doch aufgrund des gesteigerten Umweltbewusstseins in der Gesellschaft wächst die Nachfrage an nachhaltig produzierten Haushaltsgeräten. Diese zu befriedigen war bisher eine Herausforderung.

Schätzungen zufolge werden derzeit weniger als 1 Prozent aller produzierten Kunststoffe recycelt, der Rest wird einfach entsorgt. Auf den Weltmeeren jedoch sind große Mengen des wertvollen Rohstoffes verfügbar. Einer Umfrage des Umweltprogrammes der Vereinten Nationen (UNEP zufolge treiben mittlerweile 18.000 Plastikteile auf jedem Quadratkilometer Meeresfläche. „Was die Welt braucht, ist ein besseres Plastik-Karma – ein Gleichgewicht zwischen nicht mehr gebrauchten Kunstoffteilen und dem Bedarf an recyceltem Plastik für die Produktion neuer Gegenstände und Geräte“, fordert Cecilia Nord.

Verbraucher können sich engagieren

Die vorerst begrenzte Anzahl der aus recyceltem Material hergestellten Staubsauger wird noch in diesem Jahr auf Ausstellungen und Designevents präsentiert und versteigert. Der Erlös soll wissenschaftlichen Studien zum Thema Recycling sowie Meeresschutzorganisationen zugute kommen.

Auf der Facebook-Seite facebook.com und dem Twitter-Kanal twitter.com finden sich eine Reihe von Links zu Initiatoren und Organisationen, die Unterstützung benötigen. Daneben stehen Möglichkeiten zur Beteiligung sowie aktuelle Meldungen zur Intitiative „Vac from the sea“ zur Verfügung. Quelle: Electrolux

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Verwertungserfolg

Projekt: Kunststoffrecycling und REACH

Unterschätzte Bedeutung - Aufbereitete Kunststoffe

Quelle
Newsletter
www.sekundaer-rohstoffe.com/

www.recyclingportal.eu/

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In einer Mail fragt Christian Weinhold an:

Beim Googeln bin ich auf Eure Seite gestoßen und habe gehofft auf meine Frage eine Antwort zu bekommen. Leider bin ich nicht fündig geworden, vielleicht könnt Ihr mir diese Frage beantworten:

Wem gehört eigentlich das Treibholz?

Ich wohne in Augsburg und gehe zum Windsurfen an die Lechstaustufe und stelle immer wieder fest, dass dort erhebliche Mengen an Treibholz am Ufer liegen. Darf ich mir dieses Treibholz mitnehmen und zum Einheizen in meinem Holzofen verwenden? Vor ca. zwei Jahren war ich mit meiner Familie am Bodensee und habe dort Anwohner getroffen, die mit einem kleinen Autoanhänger an den See gefahren sind um dort das Treibholz einzusammeln. Ist das erlaubt??

Stellen wir die Frage zur Diskussion. Wer weiß mehr darüber?
Antwort bitte an info(at)drift-wood-art.de

Wie der Zufall es will...Im Mai 2009 ist ein Buch erschienen, das sich genau mit dem Thema befasst:

Strandgut: Finden, auflesen, mitnehmen?
• Broschiert: 75 Seiten
• Verlag: Hinstorff; Auflage: 1., Aufl. (4. Mai 2009)
• Sprache: Deutsch
• ISBN-10: 3356013114
• ISBN-13: 978-3356013115

Die Zeiten, in denen man an Land falsche Feuer setzte, um Schiffe auf einem gefährlichen Kurs zum Stranden zu bringen und sie anschließend zu berauben, sind lange vorbei. Auch werden keine Gebete mehr um eine »reiche Segnung« des Strandes gesprochen. Gleichwohl ist Strandgut bis heute überaus begehrt. Wobei der Begriff inzwischen nicht mehr allein die ans Ufer getriebenen Güter fasst, sondern darüber hinaus auch schön geformte Steine, auffällige Muscheln, Gräser, literarische Inspiration und vieles andere an der Küste zu findende bezeichnet. Gerhard Priewe widmet sich der Faszination, die solches Strandgut vom schönen Sonnenuntergang bis hin zur Schatztruhe für ganz verschiedene Menschen bereithält. Zudem gibt das Buch Einblick in ausgewählte historische und hochinteressante rechtliche Aspekte des Umgangs mit angeschwemmten Gütern. Die Fotografien von Jürgen Bummert setzen die schönsten Funde, Stimmungen, Strandgutkunst und auch manchen Sammler bei der Suche eindrucksvoll in Szene.
(Kommentar von Amazon)

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  • Neue Erkundungen über die "Rheinholz"

    Unter "Projekte"...

    Zum Rheinquell bei Andermatt

    Sollten sich meine Erkundungen über das Wanderverhalten der scheuen „Rheinholz“ bestätigen, werde ich mich nach den Quellwanderungen im Nordschwarzwald an der Quelle des Vorderrheins (am Tomasee, 2343 m hoch gelegen, vom schweizerischen Oberalp-Pass aus zu erreichen) auf die Suche nach den „wandernden Rheinholz“ machen.

    Letzter Stand: November 2007 - Jörg Kräuter

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  • Theater Titanick mit "TREIBGUT"

    Für die Produktion TREIBGUT begibt sich Theater Titanick zum ersten Mal in und auf das Element Wasser. Stadthäfen, Seen und Flüsse werden zur Open-Air-Bühne.

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    Achtung: nicht überall, wo TREIBHOLZ dran steht, ist auch TREIBHOLZ drin...

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    Wikipedia-Links zu

    Treibholz

    Strandgut
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  • 24.07.2008 - Lindau bleibt aktuell
Ralf Cebular schickt das Bild eines
Männchens aus Treibholz, das uns den Weg in
die Bar
weist...
Gestaltet wurde die Figur von Angela Röder aus Lindau.

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Die „Strandbeest“ getauften Skulpturen des niederländischen Physikers und Künstlers Theo Jansen sind anmutige Konstruktionen die sich nur durch die Kraft des Windes fortbewegen. Bekannt wurden sie vor allem durch die Werbekampagne einer großen deutschen Automarke. Sie sind zwar nicht unmittelbar aus Strandgut gefertigt - was nicht ist, kann ja noch werden -, bewegen sich aber vor allem am Strand...
Im Internet findet man verschiedene Filme, die diese faszinierenden Kunstwerke zeigen...

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  • Treibgut in der Tiefsee
Die Hinterlassenschaften des Menschen lassen keinen Winkel der Erde mehr unberührt. Auch die Tiefsee bleibt nicht verschont... Besonders brisant: Plastikmüll...

Ein Bericht des Deutschlandfunks...

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Kieler Forschungsgruppe entdeckt Puzzleteil in der Entwicklung der Ostsee

Wenn Flüsse ertrinken

Hydroakustische Messungen legten ihn für das menschliche Auge frei: der Flusslauf (blau) inmitten des Fehmarn Belt. Copyright/Foto: Peter Feldens

Vor über 10.000 Jahren trennten natürliche Schwellen den Baltischen Raum von der Nordsee. Bisher hatten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler angenommen, dass der Durchbruch einer dieser Schwellen zwischen Darß und der dänischen Insel Falster (Darßer Schwelle) die Verbindung herstellte. Ein aktueller Fund der Arbeitsgruppe Sedimentologie, Küsten- und Schelfgeologie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) widerlegt diese Theorie: Sie entdeckten einen Jahrtausende alten Flusslauf am Boden des Fehmarn Belt.

Hydroakustische Messungen an Bord der GEOMAR-Forschungsschiffe Alkor, Littorina und Poseidon brachten die Geologen Dr. Peter Feldens und Dr. Klaus Schwarzer auf die Spur des ertrunkenen Flusslaufs. Mit Sedimentproben und von Fächerecholoten und Seitensichtsonaren gesammelten Daten über die Tiefe und die Bodeneigenschaften konnten sie den Fluss kartieren. Dieser ist mehrere hundert Meter breit und bis zu dreißig Meter tief. „Die Durchflussraten entsprachen in etwa denen der heutigen Elbe“, sagt Feldens. Zu großen Teilen sei dieser allerdings mit eiszeitlichen Ablagerungen sowie nacheiszeitlichen Sedimenten gefüllt. Radiokarbondatierungen, also die Messung des Zerfalls von radioaktiven 14C-Atomen in Sedimenten des Fehmarn Belt, sowie die Rekonstruktion von Wasserständen aus fossilen, heute unter Wasser liegenden Kliffs zeigen, dass das Gebiet ein Teil des so genannten Ancylus-Sees – einem Vorläufer der Ostsee – war. Feldens: „Ein Durchbruch der östlich gelegenen Darßer Schwelle kann daher unmöglich für das plötzliche Auslaufen dieses Sees Richtung Nordsee verantwortlich sein.“ Eine diesen See abgrenzende Schwelle müsse sich stattdessen zwischen Fehmarn Belt und Kattegat befinden, schlussfolgert der Wissenschaftler.

Neue Erkenntnisse zur Kieler und Mecklenburger Bucht

Die Forschungsergebnisse beweisen, dass die Kieler und Mecklenburger Bucht Teil früherer Ostsee-Phasen waren und nicht, wie bisher angenommen wurde, eigenständige Entwicklungen genommen haben. „Das heißt auch, dass sich die überregionalen Meeresspiegelfluktuationen in der Vergangenheit nun auch vor der Haustür untersuchen lassen“, erklärt Schwarzer.

www.uv.uni-kiel.de

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Quelle: Land & Meer
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